Edit 15.04.08: Aus T2 wurde T3

Ich weiß ich habe lange nichts geschrieben, aber irgendwie rückt die Prüfung doch näher und die Zeit wird knapp…

Aber nach diesem turbulenten Wochenende mit Höhen und Tiefen (oder diese) habe ich doch ein wenig Zeit. Springen wir also zwei Wochen zurück:

Da wachte ich in Paris auf, eine mir sehr gut bekannte Fotografin (übrigens auf Jobsuche, kennt wer einen Fotograf, der gerade einstellt?) war schon zur ihrer Arbeit aufgebrochen, und so stand ich nun vor einem halben Tag ohne etwas geplant zu haben… In Paris natürlich kein Problem – also Stadtplan gecheckt.

Und siehe da, direkt in Nähe des Wohnheims steht doch tatsächlich ein Stadion rum, wenn das nicht was für mich ist, also nichts wie los zum Stade Charléty. Um dort hinzukommen musste ich nur der Tramlinie 2 3 folgen und schon stand es vor mir. Erwartet hatte ich ja nichts, aber das war dann doch nicht ohne:

Und siehe da: Die Anzeigetafel war an, die Stadiontore wurden gerade abgeschlossen… Das kann ja eigentlich nur eins bedeuten…
Also nichts wie um das Stadion rum, das HQ des französischem Olympiaverbandes umrundet (dessen Lage der Fotografin noch einige Stunden Umweg am Dienstag bescheren sollte) und die leere Vereinskneipe gefunden… Nichts. Kein Hinweis auf ein Spiel. Also die Entscheidung getroffen für teures Geld in Deutschland bei den Ruhrnachrichten anzurufen und mir von einem steht’s hilfsbereiten Journalisten herausfinden lassen, dass tatsächlich am selbigen Abend der Paris FC gegen Villemomble spielen würde.

Hier überspringen wir jetzt mal ein paar Stunden, vielleicht gibt es bals einen zweiten Teil, wo ich noch etwas Interessantes über die Zwischenzeit und meine Wanderung entlang der Tram 2 3 erzähle.

Abends schafften wir es auf jeden Fall dank der coolsten Fotografin der Welt noch fast rechtzeitig zum Spiel wieder am Stadion zu sein und nach 4 Euro ermäßigtem Eintritt und einer kurzen Durchsuchung betraten wir dann das Rund des 25.000 Zuschauerfassenden, komplett überdachtem und reinem Sitzplatz-Stadions. Leider scheint in Paris und Umgebung das Interesse an Fußball unterhalb des PSG stark nachzulassen…

Zu diesem Drittligaspiel kamen ganze 250 Zuschauer, davon vielleicht 50 Fans des Tabellenletzten aus dem Pariser Vorort Villemomble. Wenig Stimmung (eine Trommel und 15 singende Fans auf Heimseite, ein Megafon bei den Gästen), ein leeres Stadion, Fußball auf Verbandsliganiveau, keine Fantrennung, keine Polizei zu sehen… Was für viele wahrscheinlich wie langweiliger Horror klingt war für mich ein richtig cooler Abend! Endlich doch noch Fußball in Paris gesehen, nachdem das mit den PSG Karten einfach nicht klappen will, oder ich immer die falschen Wochenenden raussuche. Lustigen Streit zwischen dem Megafon-Mann und dem Sicherheitsdienst verfolgt, nette familiäre Stimmung inklusive selbst gemachter Baguettes (die leider aber ausverkauft waren… wohl unerwarteter Andrang ^^), ein cooles Stadion… Ich glaube wenn ich in Paris wohnen würde wüsste ich, wo ich jede zweite Wochen den Abend einleiten würde 😉

Hier noch ein paar Impressionen vom Abend:

(Leider sind alle Bilder nur mit meinem mobilen Telefon gemacht)

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