Aus dem Leben


Heute mal ein Blogpost in eigener Sache:

Wie ihr vielleicht wisst, studiere ich gerade. Wer mir bei Twitter folgt, der hat mitbekommen, dass ich in der letzten Woche meine letzte Klausur geschrieben habe. Das heißt aber noch nicht, dass mein Studium zu Ende ist. Im Verlaufsplan stehen für das sechste Semester ein Praxisprojekt von drei Monaten und die Bachelorarbeit. Daher habe ich mir eine schöne Stelle für das Projekt gesucht und gefunden:

Ich bin bei Primus Inter Pares oder kurz pr://ip in Münster. Das ist eine Agentur aus Münster, die hauptsächlich im Umfeld der digitalen Wirtschaft für ihre Kunden kommuniziert. Und einer dieser Kunden ist in diesem Jahr die NEXT11 Konferenz in Berlin. Ich werde hauptsächlich an diesem Projekt mitarbeiten, in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen vom NEXT11-Team und Djure Meinen (50hz).

Also wundert euch nicht, wenn ich in Zukunft viel über die NEXT11 twittere oder sonst wo poste.

So, das zu mir – und jetzt zu euch. Für die NEXT11 werden wir einige Blogger einladen und anderen die Möglichkeit geben sehr günstige Tickets zu bekommen. Dafür suchen wir eure Ideen, Vorschläge oder direkt euch. Alle weiteren Infos findet ihr hier bei 50hz.

Wenn ihr selbst zur NEXT11 wollt oder zumindest mit dem Gedanken spielt: Unter vote.nextconf.eu kann man noch bis zum 15.02.2011 Sprecher vorschlagen und für bereits vorgeschlagene voten. Ich empfehle hier mal direkt für Oscar Ugaz von Real Madrid zu voten!

Update 18:15 Uhr: Weitere Infos findet ihr jetzt auch direkt bei pr://ip.


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So, endlich bin ich es auch: Kunde bei einem „echten“ Ökostromanbieter! In Bielefeld habe ich in einem Studentenwohnheim gewohnt und musste den Strom pauschal vom Studentenwerk beziehen, da gab es keine Wahlmöglichkeit. Jetzt wohne ich bekanntlich wieder im schönen Münster und so stand für uns die Wahl eines Stromlieferanten an.

Under CC by http://www.flickr.com/photos/philippheinrich/

Under CC by PhilippHeinrich*

Wer keinen dreckigen Kohlestrom oder unverantwortlichen Atomstrom beziehen will, der kann heutzutage Strom von einem Ökostromanbieter beziehen. Den gibt es zum Teil sogar zum selben Preis wie vom örtlichen Anbieter oder sogar billiger. Bei der Auswahl gibt es jedoch einige Sachen zu beachten. Wo kommt der Strom genau her? Verändert der Konsum von Ökostrom auch wirklich den Energiemix, also den erzeugten Strom? Und wenn ich Ökostrom von einem Konzern beziehe, unterstütze ich damit nicht auch alle anderen Geschäftsfelder dieses Konzerns?

Da ich mich damit ein wenig auseinandergesetzt habe, hier ein paar Tipps:

1. Der Wechsel des Stromanbieters geht ohne Probleme und ist mit keinem Versorgungsrisiko verbunden. Sollte der neue Anbieter Lieferprobleme haben, ist der lokale Versorger (in Münster die Stadtwerke) verpflichtet dich nahtlos weiter zu versorgen. Wenn du einen Antrag an den neuen Anbieter schickst, kümmert der sich um die Kündigung bei deinem alten Versorger zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

2. Der Strom, der aus deinen Steckdosen kommt verändert sich natürlich nicht. Oft hört man das von Kritikern: „Du kriegst doch weiterhin Atom- und Kohlestrom in deine Wohnung!“ Das stimmt. Das aktuelle deutsche Stromnetz ähnelt einem riesigem See. Du entnimmst Wasser, dafür wird an verschiedenen Stellen sauberes (Ökostrom) und dreckiges Wasser (Strom aus Kohle, Atom und Gas) eingespeist. Woher genau dein Wasser kommt, ist nicht nachvollziehbar. Allerdings ändert dein Wechsel zu Ökostrom die Qualität des gesamten Wassers (des Strommix). Denn die Menge Strom die du verbrauchst, muss dein Ökostromanbieter ins Netz einspeisen. Und Ökostrom hat Vorrang vor allen anderen Stromarten, dass heißt du änderst aktiv die Zusammensetzung des Strommix.

3. Aber Achtung: Nicht jeder Ökostromanbieter ist gleich! Im großen und ganzen gibt es drei Arten oder Modelle:

1. Das Aufpreismodell
Beim Aufpreismodell ist in Deutschland ein Auslaufmodell, hier wird weiter der selbe Strom geliefert und eingespeist. Man zahlt aber mehr Geld als vorher. Dieses Mehrgeld wird dann in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien gesteckt. So ändert sich zwar langfristig etwas, aber hauptsächlich finanziert man damit seinem Anbieter nur die eh irgendwann anstehende Erneuerung seines Kraftwerkparks.

2. Das RECS-Zertifikate Modell
Hierbei handelt es sich um ein weit verbreitetes Modell. Viele (gerade die günstigsten) Ökostromanbieter nutzen dieses Modell. Für mich ist das aber in den meisten Fallen nur ein Fall von Greenwashing. Am Energiemix ändert sich hier so schnell nichts.
In diesem Modell verbraucht man weiter seinen Strom, der Anbieter kauft in der gleichen Menge RECS-Zertifikate, die bescheinigen, dass Ökostrom eingespeist wurde.

Was bedeutet das konkret? Nun sagen wir der Einfachheit halber du verbrauchst 100 Einheiten Strom. Jetzt kann dein Anbieter 100 Einheiten Atomstrom einspeisen und zusätzlich RECS-Zertifikate für 100 Einheiten kaufen. Die bekommt er zum Beispiel aus Skandinavien. Da gibt es schon ganz lange viele Wasserkraftwerke, die sauberen Strom produzieren. Das heißt bisher wurden 100 Einheiten Wasserstrom in Skandinavien als normaler Strom verkauft und in Deutschland 100 Einheiten Atomstrom.
Jetzt wird der Atomstrom umdeklariert und via Zertifikat zum Ökostrom. Du verbrauchst jetzt also „offiziell“ den Wasserstrom aus Skandinavien und zahlst dafür vielleicht sogar etwas mehr. Der Skandinavier verbraucht quasi deinen Atomstrom und zahlt dafür wie immer. Er bekommt normalerweise nichts davon mit. Wirkung auf den Strommix: Null. Wirkung für den Klimaschutz: Null.
Dieses System würde erst dann zu einer Verbesserung des Status Quo führen, wenn alle bisher eh schon verfügbaren Ökostromquellen „verkauft“ sind, es also nur noch Zertifikate gibt, wenn neue Anlagen gebaut werden.

Was also tun, um echten Ökostrom zu beziehen? Um wirklich was zu verändern? Nun, es hilft Strom von einem Anbieter der dritten Art zu beziehen, den

3. „echten“ Ökostromanbietern
Diese garantieren dir, genau den Strom, den du verbrauchst auch gleichzeitig als Ökostrom ins Netz einzuspeisen. Das heißt, wenn sie mehr Kunden haben, die zusammen mehr Strom verbrauchen, MÜSSEN sie neue Anlagen bauen. Gute Anbieter haben also nur gute Kraftwerke in ihrem Kraftwerkspark und erweitern diesen kontinuierlich. Wobei sie nicht alle Anlagen zwingend selbst besitzen. Normalerweise kaufen sie auch Strom von Anlagenbesitzern, wie engagierten Bürgergruppen ein. Das heißt wenn mehrere Bürger sich zusammen tun und zum Beispiel ein Windrad bauen wollen, dann werden sie unterstützt und ihnen nach Inbetriebnahme der Strom abgekauft. Auch garantieren diese „echten“ Ökostromanbieter, dass von deinem Geld ein bestimmter Betrag garantiert in die Neuanlagenförderung fließt.
So verändert sich der Strommix oder um im Bild zu bleiben: So wird das der Stromsee sauber!


Wie man so einen „echten“ oder „guten“ Ökostromanbieter erkennt? Nun man kann sich durch die Informationen der Anbieter lesen und/oder dort direkt nachfragen. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich auch auf die Expertise der Experten der Umweltverbände verlassen. 22 Verbände, darunter der Naturschutzbund, der WWF, Greenpeace und Robin Wood, empfehlen auf der Seite www.atomausstieg-selber-machen.de genau vier Anbieter: Naturstrom, Lichtblick, Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Greenpeace Energy. Wobei EWS und Lichtblick teilweise auch Zertifikate nutzen, jedoch scheinbar nicht zum umdeklarieren. Mehr Infos hierzu findet ihr hier

Wir haben für uns die Preise verglichen und uns dann, auch auf Grund von zwei Empfehlungen, für Naturstrom entschieden. Seit dem 1.1.2011 ist dort sogar der Preis pro Kilowattstunde niedriger als im Grundversorgungstarif der Stadtwerke Münster! Zu Lichtblick habe ich gerade erst diese negative Erfahrung zum Thema Kundenservice im Blog von Elschy gelesen, daher hätte ich da Bedenken. Aber guckt einfach selbst, am besten mit der letzten Jahresabrechnung eures bisherigen Anbieters, welcher Versorger zu euch am besten passt. Alle vier liefern bundesweit.

Wer sich ebenfalls für Naturstrom entscheidet, kann sich gerne in den Kommentaren melden (echte Mailadresse angeben!), dann werbe ich ihn.

*Bild via Flickr von PhilippHeinrich


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Früher gab es ein Computerspiel, das meinen Namen trug: TIM. Das stand für The Incredible Machine und es ging darum eine völlig verrückte Maschine aus allen möglichen Teilen zu bauen. Das gibt es auch in echt. Leute bauen riesengroße Maschinen, in denen am Anfang ein kleiner Impuls (eine Murmel oder ein Dominostein) eine Kette von Ereignissen auslößt. Das ganze wird dann Rube Goldberg Maschine genannt. Das ganze wird dann ohne Unterbrechungen gefilmt und bei Youtube hochgeladen oder zum Musikvideo. Die britische Schokoladenmarke Cadbury hat aus der Idee einen sehr lustigen „Viral“-Clip gemacht:

(gefunden via Werbeblogger.de)

Hier das Musikvideo der Band OK Go zum Lied This Too Shall Pass:

Und hier eine weiter unglaubliche Rube Goldberg Machine, die mal eben ein ganzes Haus umspannt (Allerdings kein One-Shot-Video):


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Update 2 (steht oben, da wichtig): Xtranews wird gegen die Verfügung gerichtlich vorgehen. Sie benötigen Spenden für die damit verbundenen Kosten.

Mir platzt gerade der Kragen!

Adolf Sauerland (CDU) ist ja bekanntlich Oberbürgermeister von Duisburg. Was dort tragisches passiert ist dürfte jeder mitbekommen haben und muss hier nicht aufgewärmt werden, es geht mir selbst auch zu nah.

Zu diesem Adolf zu festzuhalten:
Er weigert sich bis jetzt auch nur irgendeine Verantwortung zu übernehmen, denn er will die Aufklärung abwarten. Dann hat er selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben und das Ergebnis veröffentlicht: Die Stadt Duisburg trifft keinerlei Schuld.

Jetzt kommt mehr oder weniger langsam ans Tageslicht: Das Gutachten hat noch einen Anhang. Zu dem schrieb schon der SPIEGEL am 9. August:

Mit guten Gründen hielten sie die Anlagen zu ihrem Bericht zunächst unter Verschluss. Aus diesen 338 Seiten ergibt sich ein ganz anderes Bild [als das der unschuldigen Stadt; Anm. d. Bloggers]. Es zeigte eine Stadt, die offenbar ohne Rücksicht auf Verluste in letzter Minute fragwürdigste Sicherheitskonzepte abstempelte. Einen Oberbürgermeister, der wohl besser über das Planungschaos des Events informiert war, als er öffentlich zugibt.

Dieses Zitat wurde 1:1 vom Pottblog übernommen.

Nun hat die Internetseite Xtranews das Gutachten zugespielt bekommen und veröffentlicht. Damit könnte jeder sehen, was die Gutachter herausgefunden haben – das nenne ich echte Aufklärung. Und was passiert? Adolf, der große Aufklärer, verbietet der Seite per Einstweiligen Verfügung die Veröffentlichung.

Mache sich jeder sein Bild von Adolf Sauerland… Ich schreibe meine Meinung von ihm besser nicht, man will ja keinen rechtlichen Ärger bekommen.

So genug des erbosten Bloggens, mehr findet ihr beim Pottblog, bei netzpolitik.org, aponaut.de, der Blogbude und wemaflo.net.

UPDATE: Netzpolitik.org hat die Dokumente anscheined jetzt hier.


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Ich bin unter die Handytester gegangen, allerdings wohl eher einmalig. Der münstersche Handyanbieter The Phone House hatte bei Facebook aufgerufen sich als Tester für das Blackberry Storm 2 zu bewerben und Tatatataaa: ich wurde ausgewählt!

Und so erreichte mich vor drei Wochen das Storm 2. Allerdings nicht original verpackt, daher kann ich zum normalen Lieferumfang wenig sagen. Im Phonehouse-Shop steht zum Lieferumfang: „BlackBerry Storm2™, Akku, Reiseladegerät, Stereo-Headset, USB-Datenkabel, Handy-Etui, BlackBerry Wipe, Dokumentations-Kit (Getting Started Guide, Information & Set-Up CD, Navigation Booklet)“.

Bei mir waren Akku und Ladegerät dabei. Zum Glück kann man ein normales Mini-USB Kabel zur Verbindung mit dem Computer nutzen. Des Weiteren braucht man für ein Blackberry neben Datentarif auch eine Blackberry-Funktion, um das Gerät mit allen Funktionen (Mail, Internet) nutzen zu können. Das kostet oft fünf Euro extra. Auch hier hatte ich Glück: Bei o2 gibt es die Option für Studenten gerade gratis. So stand dem ausführlichen Test nichts mehr im Wege.

Vielleicht noch als Information: Bisher nutze ich ein Palm Pre mit o2 Vertrag und bin, bis auf die App-Auswahl mit dem Telefon sehr zufrieden. Gerade das webOS Betriebssystem überzeugt mich. Aber nun zum Strom2:

Die Hardware:
Für die technischen Funktionen verlinke ich mal einfach zur BlackBerry (BB)-Produktseite. Wichtig bei einem Smartphone ist für mich: 3,2 Megapixel Kamera mit Videofunktion (320×240) und LED-Blitz, WLAN und UMTS. Für Headset/Kopfhörer gibt es einen normalen 3,5mm Klinkenstecker-Anschluss. Für den Speicher gibt es in den Serienmodellen bereits eine 2GB microSD Karte. Der erwähnte MicroUSB-Anschluss sorgt für die Verbindung mit dem PC und dem Ladegerät.
Das Telefon ist etwas mehr als 11 cm groß und liegt mit seinen 160g gut in der Hand. Die Verarbeitung empfinde ich als sehr hochwertig.

Die Bedienung:
Eine BB typische „echte“ Tastatur hatte schon der Vorgänger nicht, auch das Storm 2 wird komplett über den Touchscreen bedient. Allerdings gibt es einen Unterschied zu den meisten (allen?) Produkten der Konkurrenz: Der ganze Bildschirm ist auch eine Taste. Das heißt, wenn ich ein Symbol oder einen Buchstaben auf der Tastatur nur berühre, leuchtet die Stelle zwar auf und es steht auch die Funktion über dem Symbol. Der „Klick“ passiert aber erst, wenn ich wirklich den ganzen Schirm ein wenig nach unten drücke. Gerade wenn man einen herkömmlichen Touchscreen gewohnt ist, muss man sich daran erst einmal gewöhnen (Hier ein Link zu einem Youtubevideo, in dem man das sehen kann).
Innerhalb von Emails, Websites oder Texten zu scrollen geht aber ganz „normal“, wie man es intuitiv macht – also ohne Druck. Zoomen geht per Doppelklick auf die gewünschte Stelle.
Tippen mit der Tastatur machte mir im Hochformatmodus auch nach einer Woche eingewöhnen noch Probleme. Man kann zwar bei der ersten Berührung des Bildschirms erst mal gucken, welcher Buchstabe aufleuchtet bevor man dann wirklich drückt. Wer schnell schreiben will, tut das aber nicht. Im Querformat hab ich allerdings keine Probleme mehr, die richtigen Buchstaben zu treffen.
Überhaupt, das Wechseln von Hoch- zu Querformat funktioniert via eingebauten Sensor einwandfrei.
Unter dem Bildschirm gibt es noch vier Taste: Anruf annehmen, Menu, Zurück und Auflegen. Am linken Rand gibt es eine Taste, die mit Sprachwahl belegt ist. Sie kann man aber einfach umprogrammieren , ich hab zum Beispiel den Musikspieler auf die Taste gelegt. Am rechten Rand gibt es eine Art Kippschalter für lauter/leiser und eine Taste um direkt die Kamera zu starten.

Das Menu und Programme
Wenn man von seiner Firma oder seinem Handyprovider die BB-Option aktiviert hat, steht die Verbindung ins Internet und man kann alle Funktionen nutzen. Email mit Googlemail funktioniert super, Browsen mit dem BB-Browser geht im UMTS und natürlich im WLAN schnell. Auch meine Kontakte und den Kalender konnte ich ohne Probleme mit Google synchronisieren. Für Dienste wie Twitter und Facebook gibt es kostenlose Apps. Die App World von Blackberry ist der von Palm qualitativ und quantitativ überlegen, kann aber meiner Einschätzung nach mit Apple und wohl auch mit Android nicht mithalten. Das ist mein Gefühl, ich habe für den Test keine kostenpflichtigen Apps runtergeladen. Wenn ein Leser hier anderer Meinung ist (wie auch bei allen anderen Bereichen), kommentiert diesen Test gerne! Im Menu kann man die Apps selbst anordnen und auch Ordner (zum Beispiel Spiele) anlegen.
Instant Messaging ist auch möglich, Apps für ICQ, AIM, Windows Live Messanger, Google Talk und andere kann man herunterladen.
Für die Navigation ist die BB-App „Karten“ dabei. Die GPS-Standort-Bestimmung funktioniert einwandfrei und scheint mir etwas genauer als bei meinem Palm Pre.
Ein Vorteil ist sicher, dass man mit dem Storm2 Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien öffnen und auch bearbeiten kann, wobei das Powerpointprogramm meine .ppt-Dateien nicht gefunden hat. Word und Excel funktionieren, allerdings auch nur bei alten .doc Dateien, nicht bei den neuen .docx Dateien von Office2007.
Der Musikplayer ist nichts Besonderes, kann aber Dateien ganz normal abspielen und nach Titeln, Bands, Genres, Alben und Co sortieren. Die Soundqualität finde ich gut, ich hab da aber auch überhaupt keine hohen Ansprüche.
Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Menüs, Ladebildschirme und auch einige Apps sehr altbacken vorkamen. Das Design ist einfach nicht modern. Das gefällt mir gar nicht.

Die Kamera
Die 3,2 Megapixel-Kamera hat Autofokus und einen (für ein Handy) ziemlich starken LED-Blitz. Natürlich erhellt der keinen ganzen Raum, aber wenn ihr im Dunkeln etwas in der Nähe fotografieren wollt, dann geht das schon ganz gut. Hier mal ein paar Beispielfotos:

Man sieht, dass die Kamera Probleme bei Motiven mit hohem Kontrastumfang hat. Helle Stellen, wie hier der Himmel, werden schnell überbelichtet. Aber dieses Problem haben viele Handykameras. Für eine solche, macht das Storm 2 wirklich gute Bilder.
Die Videofunktion hat dasselbe Problem, macht aber auch gute Videos, hier mal ein kleiner Test:

Der Akku:
Der Akku hält bei (meinem) normalen Gebrauch ca. zwei Tage. Wenn man das Internet unterwegs intensiv nutzt, geht er natürlich schneller leer. Ich habe allerdings keine Spiele gespielt, die zum Beispiel bei meinem Palm Pre regelrechte Stromfresser sind. Der Akku ist allerdings auch austauschbar, wer auf das Telefon angewiesen ist, kann also immer einen zweiten dabei haben.

Nicht zu vergessen: Das Telefonieren:
Telefonieren kann man mit dem Storm 2 auch. Die Tonqualität ist gut.

Fazit:
Das Blackberry Storm 2 sicherlich ein gutes Gerät. Es kann alles, was ein modernes Smartphone können muss. Vorteile sind vor allem die Funktion Office-Dokumente zu bearbeiten und die relativ gute Kamera.
Allerdings stören mich ein paar Sachen: Die etwas andere Touchscreensteuerung überzeugt mich nicht wirklich, das Design empfinde ich teilweise als altbacken. Auch, dass man extra eine Blackberry Option benötigt, finde ich unnötig und die Tastatur im Hochformatmodus führt bei mir zu oft zu Tippfehlern.
Jedem Kaufinteressierten empfehle ich, die Steuerung auf jeden Fall einmal im Laden zu testen. Vieltipper sollten ein Smartphone mit „echter“ Tastatur in Erwägung ziehen und vom Design des Betriebssystems her sind iPhone, Android und Palm einen guten Schritt moderner.

Zum Schluss möchte ich noch mal The Phone House danken, die mir diesen Test ermöglicht haben!


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Gerade bin ich auf Stern.de auf dieses Programm gestoßen: NeoGuard 2010.

Ein Student hat es mit eigenen Mitteln entwickelt und es soll Eltern helfen, zu verhindern, dass ihre Kinder verbotene oder für ihr Alter nicht angemessene Spiele auf dem Computer spielen.

In Zeiten in denen sich die Kinder normalerweise wesentlich besser mit dem Computer auskennen als ihre Eltern werden sich viele Eltern freuen. Doch ist so ein Tool auch aus erzieherischer Sicht sinnvoll? Ich bin kein Pädagoge, habe allerdings meine Zweifel. Wenn die Eltern ihrem Kind nicht vertrauen können ist schon einiges falsch gelaufen. Wenn man dieses Programm einsetzt und das Vertrauensverhältnis zu seinem Kind beibehalten will, dann sollte man es in Absprache mit dem Kind machen. Dann könnte das ganze sinnvoll sein. Könnte? Ja könnte, denn das Programm scheint nur mangelhaft zu funktionieren.

Bei Stern.de gibt es eine Art kostenlose SternTV-Testversion. Sie stellt fest wie viele Spiele ab welcher Altersgrenze auf dem Rechner installiert sind. Die „Vollversion“, die es hier für 25 Euro gibt, zeigt den Eltern auch gleich an, welche Spiele das sind und gibt die Möglichkeit die Spiele gleich zu löschen.

Das Problem: Ein kleiner Selbsttest führte zu mangelhaften Ergebnissen: Ich habe das Programm installiert, gestartet und angegeben mein Kind wäre 11 (da viele Spiele ja ab 12 freigegeben sind). Das Ergebnis:

Ein Spiel mit der Altersfreigabe ab 16 soll bei mir auf dem Rechner sein. Die Wahrheit ist, dass ich zurzeit folgende Spiele installiert habe:

– Left for dead 2 – USK 18
– Counter Strike Source – USK 16
– Warcraft 3 – USK 12
– Das Schwarze Auge Drakensang – USK 12
– Alien versus predator classic 2000 – USK 18
– Battlefield 2 – USK 16
– Starcraft – USK 12

Welches von diesen sieben Spielen der tolle Scanner jetzt gefunden hat, kann ich leider nicht sehen. Ich schätze Mal, dass er Counter Strike erkannt hat. Das heißt, wenn ich als besorgtes Elternteil die 25 Euro ausgegeben hätte, könnte mein elfjähriges Kind weiter Zombies und Aliens abschießen und Strategie- und Rollenspiele spielen, die nicht für sein Alter bestimmt sind.

Fazit: Wer Kinder hat kommt nicht rumherum mitzubekommen, was diese so machen. Warum nicht ein paar dem Alter angemessene Spiele kaufen und diese Mal zusammen spielen? Oder einfach draußen Fußball? Nur bei Räuber und Gendarm-Spielen ist Vorsicht geboten – hier wird zum Teil auf andere Menschen geschossen!

Edit: Nur zur Info: ich bin natürlich nicht wirklich elf, sondern 26 und ich habe die Macher des Programms gerade über ihre Website auf diesen Beitrag hingewiesen und Ihnen angeboten Stellung zu nehmen.

Was mich interessieren würde: Was haltet ihr von so einem Programm? Und macht doch auch mal den Selbsttest Stern-Version hier kostenlos (Edit: Der Downloadlink funktioniert nicht mehr, aber hier gibt es das Programm noch. Danke an Teukan.)
Welche Ergebnisse bekommt ihr?

Nachtrag:
Über „Stigma Videospiele“ habe ich gesehen, dass auch der Kölner Stadtanzeiger über den Scanner berichtet. Dort steht, dass ca. 90% der Spiele gefunden werden. Wenn aber eine ganz normal installierte deutsche Version vom jetzt ein paar monate altem Left 4 Dead 2 nicht gefunden wird, dann ist das schon bedenklich. Auch die Kommentare hier zeigen, dass die Quote eher bei 20-50% liegen dürfte.


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In letzter Zeit ließt man ja immer häufiger, dass in Großstädten der Fahrradverkehr immer populärer wird und Städte wie London (spiegel online) oder Hamburg (zuvielekoeche) tun ja auch einiges dafür.

In New York scheint das etwas anders zu laufen. Dort wurde eine anscheinend oft genutzte Fahrradspur entfernt. Doch in New York gibt es mutige Fahrradaktivisten! Hier ihre Antwort:

Kleiner Edit: Sogar Lance Armstrong (der echte) hat das Video schon gesehen und via Twitter verbreitet:

(via buzzeins)

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