Medien


Im täglich erscheinendem Newsletter vom Medienportal turi2.de (den ich nur empfehlen kann) kann man offensichtlich zielgenau und aktuell zu den Berichten Werbung schalten. Das ist nichts neues und sieht dann zum Beispiel so aus:

Eigentlich super, direkt im redaktionellen Umfeld, unter der Erfolgsmeldung für BILD kann die Bild auch gleich um Anzeigenkunden werben. Blöd wird das ganze nur, wenn der Leser den Newsletter zu Ende ließt und auf folgende Anzeige, nur kurz nach der Springer-Media-Anzeige stößt:

Also ich würde mir das als zahlender Kunde an Stelle von Axel Springer Media nicht gefallen lassen.

(beide Bilder sind Screenshots aus „heute2“ vom 09.12.2009)

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…zeigt uns hier das Düsseldorfer „Kommödchen„:

Die Simpsons und Apple – Herrlich! Inklusive dem legänderen Hammerwurf aus der Applewerbung 1984:

(via @monasterium)

Gestern hatte ich mal wieder meine geliebte Vorlesung „Mathe für Ökonomen“ und dort ist etwas passiert, das ich für außerordentlich bemerkenswert halte. Auch wenn die meisten meiner Kommilitonen es wohl maximal ganz lustig fanden, wenn sie sich überhaupt Gedanken darüber gemacht haben. Was war also passiert?

In der vorherigen Stunde haben wir die Kettenregel bei Ableitungen gelernt, bzw. wiederholt, ich zum Beispiel hatte die schon in der Schule. Da einige wohl dem Professor Mails geschrieben haben (ja, das geht bei uns an der FH und dann hat man sogar normalerweise innerhalb von 24 Stunden eine Antwort im Postfach), hatte dieser sich vorgenommen die Regel nochmal kurz zu wiederholen. Statt das aber jetzt selbst und wahrscheinlich ähnlich wie in der letzten Woche zu machen, hat sich unser (von mir sehr geschätzter) Prof. Dr. Oetztürk was einfallen lassen:

Er rief am Anfang der Stunde die Internetseite http://www.oberprima.com auf und zeigte uns dort ein Video, wo die Macher der Seite auf eine Frage eines Users hin die Kettenregel erklärten.

Hier einmal ein Ausschnitt, wie das dann bei uns im Hörsaal aussah. Nur als Beweis, die Qualität ist schlecht und der Ausschnitt viel zu kurz, um etwas mit zu bekommen:

Link: Mathe mit Internetnutzung

Oberprima.com ist eine Internetseite, die laut Eigenwerbung „kostenlose Nachhilfe in Mathematik möglich“ macht. User können ihre Fragen an die Redaktion schicken und dann wird die Antwort per Video gegeben – und das relativ leicht verständlich.

Ich finde das super. Ein Professor, der das Internet zu nutzen weiß (gut, er war wohl noch bis vor kurzem bei Vodafone und dort für Mobil Business Konzepte zuständig, oder so ähnlich), der erkennt, dass dort Wissen und Ratschläge für jedermann zur Verfügung stehen und der das nicht verteufelt, sondern nutzt. Man könnte ja auch erwarten, dass er wenig von so einer Seite hält, immerhin wird dort kostenlos angeboten wofür er bezahlt wird. Verwunderlich wäre es auch nicht, wenn er das Niveau der Seite in Frage stellen würde oder Fehler suchen und sicher auch finden würde.

Viele Journalisten stehen seit Jahren viel massiver vor einem ähnlichem Problem (und scheinen es oft erst jetzt zu merken). Auch hier stellen Internetuser, Leserreporter, Blogger und Co ähnliche Dienste kostenlos, schnell und aktuell zur Verfügung. Nur wenige wissen dies zu nutzen, die meisten verteufeln das Internet lieber wie aktuell Daland Segler (siehe SpOn Artikel). Im Endeffekt gehen sie damit grundsätzlich auf eine Ebene mit ihren Verlegern, die keine Antwort auf das web2.0 haben – außer finanzielle Verluste mit massivem Stellenabbau zu beantworten. Positive Lichtblicke sind hier Journalisten wie Thomas Knüver, der selbst gerade mal wieder eine Änderung im Selbstverständnis der Journalisten einfordert.

Mein Dozent führt auf einem ganz anderem Gebiet vor, wie man das Internet nutzen kann:

Er baut die Inhalte ein, sortiert für die Studenten vor und gibt seinen uns damit eine weitere Möglichkeit einen Sachverhalt zu verstehen. Sehr vorbildlich wie ich finde. Bitte mehr davon Herr Öztürk!

Ach so, hier übrigens das Originalvideo zur Kettenregel – Ich hab es in der Vorlesung wesentlich besser verstanden 🙂

Link: Kettenregel e-Funktion

So, die Event-Meisterschaft ist vorbei, ich habe bei drei Tippspielen mitgemacht und das mit dem kleinstem Pott auch gewonnen, und mit etwas Glück sind wenn ich am Montag wieder aus Paris und Hannover in Düsseldorf ankomme auch die Fahnen und sonstigen Spuren weg.

Warum Fußball zu Zeiten der großen Sommerpausen Events sportlicher Buddhismus ist, kann erklärt uns Phillip Kösters in der 11Freunde. Endlich mal wieder etwas gutes in diesem, meiner Meinung nach immer schwächer werdendem Magazin.

Was doch alles aus einem Blog-Eintrag werden kann.
Am Freitag in den Ruhr Nachrichten, der Münstersche Zeitung, der Münsterland Zeitung, der Dorstener Zeitung, der Halterner Zeitung, der Grevener Zeitung und der Emsdettener Volkszeitung:

Als ich heute morgen von EinsLive geweckt wurde (Ich tausche den Sender meines Radioweckers alle paar Wochen zwischen Antenne Düsseldorf und EinsLive, immer wenn eins gar nicht mehr geht, kommt der andere Sender zum Zug…) lief da doch tatsächlich mal wieder eine unsägliche Aktion zur morgen beginnenden EM*: Es ging um das Modewort (ist es jetzt irgendwie auch schon seit zwei Jahren) „Public Viewing“.

Bis heute habe ich nicht verstanden, warum genau der Begriff aufkam. Früher haben wir uns einfach über eine Großleinwand auf dem Hindenburg- oder Hafenplatz in Münster gefreut und haben dort Fußball geguckt. Heute geht mal also zum Public Viewing um ein Event zu erleben – Nicht mein Ding, aber zurück ins angeschlossene Funkhaus:

Dort ging es darum einen alternativen Begriff für das Public Viewing zu finden. Erst war ich schon erfreut, dass vielleicht doch die gute alte Großleinwand wiederkommen könnte, aber als ich die Top 5 dann hörte war mir klar – die Zeiten sind vorbei. Hier die Top5 Alternativen:

5. Meutekino 5,4%
4. Pillenkino 11,8%
3. Tummel-TV 13,5%
2. Gruppenglotzen 32,5%
1. Rudelgucken 36,8%

Ja wunderbar! Das kommt wohl dabei heraus, wenn Radioredakteure eines hippen Jugendsenders sich als Texter versuchen.

Na ja, EinsLive will wohl die gesamte EM durch jetzt das Wort Rudelficken Rudelgucken benutzen.

Ich hab dann heute mal den Sender gewechselt – Radio Düsseldorf ist auch toll…

*Event Meisterschaft, soweit ich weiß

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